I Teil Artikel: Arbeitsrecht – Zeugnis

Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch darauf, dass seine Leistungen in einem umfassenden Zeugnis beurteilt werden. Zwar kann er auch ein so genanntes einfaches Zeugnis verlangen, das lediglich die Art und Dauer seiner Beschäftigung angibt; ein solches ist aber für spätere Bewerbungen nur von geringem Wert und dient allenfalls dazu, den beruflichen Werdegang z. B. für die Berechnung von Rentenansprüchen zu dokumentieren.

Der Inhalt eines Arbeitszeugnisses ist von entscheidender Bedeutung für die Chancen eines Arbeitnehmers in seiner weiteren beruflichen Laufbahn und deshalb in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen. Das Zeugnis ist „wohlwollend“ abzufassen, was in der Praxis manchmal schon in die Nähe einer Lüge zu Gunsten des Arbeitnehmers kommt. Um dies zu vermeiden, hat sich im Laufe der Zeit eine besondere „Zeugnissprache“ entwickelt, in der selbst auf den ersten Blick lobenden Formulierungen in Wirklichkeit vernichtende Kritik enthalten können. Diese zu erkennen und zu verstehen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Anwalts für Arbeitsrecht.

Ein klassisches Beispiel für solche negativen Formulierungen im Zeugnis ist, dass sich der Arbeitnehmer „stets bemüht“ habe, was bedeutet, dass er eben große Mühe hatte, mit den Anforderungen seines Arbeitsplatzes klarzukommen. Als Schulnote würde dies einer Fünf entsprechen. Besondere Vorsicht ist auch bei den Ausführungen über das Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten angezeigt: Wird einem Arbeitnehmer eine „gesellige Art“ zugeschrieben, handelt es sich nur einen höflichen Ausdruck für einen Alkoholiker, wird er als „aufgeschlossen“ bezeichnet, könnte dies darauf hindeuten, dass er den Verlust seines Arbeitsplatzes einer sexuellen Belästigung zu verdanken hat. Manche anderen versteckten Hinweise, die Arbeitgeber als Warnungen etwa für eine aktive Gewerkschaftszugehörigkeit oder andere als negativ aufgefasste Eigenschaften in die Gestaltung eines Zeugnisses eingebaut haben, sind von den Arbeitsgerichten inzwischen weitgehend eingedämmt worden. Unser Anwalt für Arbeitsrecht Patrick Böttcher hilft Ihnen, Ihr Zeugnis zu verstehen und eine ungerechtfertigte Beurteilung durch den Arbeitgeber korrigieren zu lassen.

 

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